WIR GEHEN AUF SPURENSUCHE

Im Projekt "überLAGERt" begeben sich Jugendliche aus verschiedenen Orten Brandenburgs in ihrer Stadt, ihrem Dorf auf historische Spurensuche, um die Geschichte der KZ-Außenlager zu erforschen. Wo waren die Lager, welche Spuren sind erhalten? Wer waren die Menschen, die dort von den Nazis inhaftiert wurden und Zwangsarbeit leisten mussten? Haben sie überlebt? Wie hat sich die ortsansässige Bevölkerung verhalten? Wie wird heute mit dieser Geschichte umgegangen?

Brandenburgs in ihrer Stadt, ihrem Dorf auf historische Spurensuche, um die
Geschichte der KZ-Außenlager zu erforschen. Wo waren die Lager, welche Spu
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ren sind erhalten? Wer waren die Menschen, die dort von den Nazis inhaftiert
wurden und Zwangsarbeit leisten mussten? Haben sie überlebt? Wie hat sich
die ortsansässige Bevölkerung verhalten? Wie wird heute mit dieser Geschichte
umgegangen?

 

WIE MACHEN WIR DAS?

Im Depot der Gedenkstätte Sachsenhausen, 2014 (Foto: Lars Köhler/GMS)
Im Depot der Gedenkstätte Sachsenhausen, 2014 (Foto: Lars Köhler/GMS)

In Workshops, Seminaren und Exkursionen beschäftigen wir uns mit dem System der Zwangsarbeit und KZ-Außenlager in Brandenburg. Wir fragen nach ganz konkreten Auswirkungen vor Ort, suchen nach Zeitzeug_innen und recherchieren in Archiven. Die Ergebnisse bringen wir an die Öffentlichkeit. Egal ob Stage-Performance, Sound-Installation, Licht-Projektion, Facebook-Chronik oder Video-Dokumentation - wir überlegen uns eine kreative Form, um die lokale Auseinandersetzung mit der Geschichte anzuregen.

 

 

 

 


Projektverlauf

Januar - Februar 2017
Über die KZ-Außenlager ist in der breiten Öffentlichkeit wenig bekannt - auch über ihre Räumung durch die SS im Frühjahr 1945. Tausende KZ-Häftlinge starben. Zum Projektauftakt erinnern wir an die Opfer der sogenannten Todesmärsche. Parallel beginnt die lokale Spurensuche. Jugendliche beschäftigen sich in Workshops mit zentralen Aspekten der NS-Geschichte, sammeln ihr Vorwissen und entwickeln Fragen zur Geschichte der KZ-Außenlager.

März - Mai 2017
Bei Besuchen der Gedenkstätten Ravensbrück und Sachsenhausen werden die Verbindungen zwischen den Konzentrationslagern und Außenlagern aufgezeigt. Durch Vor-Ort-Begehungen  der Außenlagerstandorte entdecken die Jugendlichen lokale Besonderheiten im Umgang mit der KZ-Geschichte. Im Mai vernetzen sich die Gruppen bei einem Wochenend-Workshop und erarbeiten sich inhaltliches und methodisches Know-how zur lokalen Spurensuche.

Juni - August 2017
Stück für Stück wird die Geschichte der KZ-Außenlager rekonstruiert. Die Projektgruppen forschen im Archiv, sichten Literatur und recherchieren im Internet. Durch die Befragung von von Expert_innen und Zeitzeug_innen erschließen sie weitere Informationen und bisher unerzählte Geschichten. Die Ergebnisse werden in Form von Text, Foto und Film aufbereitet und im Internet dokumentiert.

September - November 2017
Im Herbst präsentieren die Projektgruppen ihre Recherchen der Öffentlichkeit. In Workshops bereiten die Teilnehmenden kreative Präsentationen vor und verändern einen Teil der lokalen Erinnerungskultur, indem sie die Geschichte der KZ-Außenlager vor Ort sichtbar machen. Eine zentrale Präsentation der Projektgruppen findet in Potsdam statt.




In Kooperation mit

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum

 

Gefördert von
Stiftung "Großes Waisenhaus zu Potsdam"
F.C. Flick Stiftung - gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz

Ministerium für Jugend, Bildung und Sport des Landes Brandenburg